Osterlehrgang Goumois

22. April 2015 - 21:14

 

Kanuslalom-Osterlehrgang

 

oder kann es nicht noch etwas mehr Wasser sein?

 

 

 

Im Herbst/Winter werden im Kanuslalom die Termine der Trainingslager festgelegt. So wurde über die Ostertage, von Karfreitag bis Ostermontag eine Trainingsmöglichkeit gesucht, die nicht so weit weg ist und die aber auch ihre Schwierigkeiten hat. Zudem soll sie nicht teuer sein und es soll auch nicht allzu viel los sein, damit man auch gut trainieren kann.

 

Unsere Wahl fiel auf Goumois am Doubs. Eine natürliche Wildwasserstrecke an der Französisch-Schweizer Grenze, die bei normalem Wasserstand von ca. 24 cbm/sec eine gute Trainingsmöglichkeit für alle Alters- und Leistungsklassen bietet.

 

Nervös wurden wir in der Osterwoche. Aufgrund anhaltendem Regen waren am Mittwoch, zwei Tage vor unserer Abfahrt, 160cbm/sec auf der Strecke. Trotzdem reisten wir dann am Freitag nach Goumois an. Das Wetter war schön, sonnig und somit auch trocken!

 

Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen hatten, ging es zur Strecke. Bei 115 cbm fuhren wir dann zum ersten Mal die Strecke runter. Marc meinte nach der ersten Fahrt: „Eh, geil, viel besser als Sault Brenas“!

 

Kenterung als einmaliges Ereignis

 

Einige der Drähte und Toraufhängung hatten das Hochwasser der letzten Tage nicht gut verkraftet und hingen im Wasser. Besonders ärgerlich war, dass am Ende der Strecke ein Seil vom Querdraht ca. 20m lang so in der Flussmitte hing, dass es die besten Surfwellen versperrte. Dirk meinte: „Holen wir es heraus!“ und so begann das Unheil. Jörg paddelte zur Schnur, um aus dem Boot heraus zu bergen. Dabei verhedderte sich sein Paddel am Seil und es kam zur ersten und einzigen Kenterung des gesamten Lehrgangs.

 

Boot und Paddel konnte aufgrund der schnellen Strömung nach ca. 1,5 km gerettet werden.

 

Diese Kenterung war ein ganz besonderer Augenblick für die Teilnehmer und für alle ein einmaliges Ereignis, denn niemand, selbst Michael und Dirk, konnte sich erinnern Jörg jemals im Kayak schwimmen gesehen zu haben.

 

Michael, immer noch bester Slalom-Kayakfahrer im Saarland, nahm an zwei Tagen an der Maßnahme Teil und ließ sein Können hier und da aufblitzen. Abends sorgte er mit Vorlesungen über die „Grundlagen der Elementarphysik“ für die Bereicherung unseres Allgemeinwissens.

 

Über Nacht fiel der Wasserstand auf ca. 95 cbm und es entstanden genügend Kehrwasser um Kanuslalomspezifisch trainieren zu können.

 

Aber es regnete den ganzen Samstag über! „So sah die Frisur dann auch aus!“

 

Bis zum Nachmittag steig der Pegel auch wieder an!

 

In der Nacht zum Sonntag setzte dann Schneefall ein, der die Gipfel wie in weißes Pulver hüllte.

 

Der Wasserstang stabilierte sich bei 105 cbm. Am Vormittag sind wir dann auf der leichteren 1. Hälfte der Strecke Halbdistanzen gesprintet. Danach fuhren die, die noch konnten, durch den schweren Abschnitt und Flussabwärts bis zu Unterkunft.

 

Das Wetter zeigte sich „Aprilmäßig“! Sonnige Abschnitte wechselten sich mit Schneeschauern ab. „Die Helmfrisur hat sich bewährt!“

 

In der Mittagspause wanderten das Lucas, der an diesem Tag Geburtstag hatte, mit Kevin, Christoph und Marc auf einen Berg gegenüber unserer Unterkunft.

 

 

Die zweite Einheit war Abschnittstraining im schweren Bereich der Strecke und konnte trotz des kalten Wetters gut durchgezogen werden.

 

Außer den Herren Kayak-Fahrern Dirk, Lucas und den C1-Fahrern Christoph und Kevin nahmen noch der Junior Philip, der Jugendfahrer Patrick Teil. Hinzu kamen die Schüler Marc, der gut mit der Strecke zu recht kam, und Anastasia mit der auf leichteren Abschnitten oberhalb trainiert wurde.

 

Vielen Dank auch an Marion, die mit ihren Kochkünsten immer für ein reichhaltiges und gutes Essen sorgte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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